Hilfsmittel, die wirklich helfen: Von Duschstuhl bis Medikamentendosierer
Im Pflegealltag sind es oft die kleinen Dinge, die den größten Unterschied machen. Die richtigen Hilfsmittel erhöhen die Sicherheit, entlasten Angehörige und helfen Pflegebedürftigen, möglichst lange selbstständig zu bleiben.
Hier zeigen wir Hilfsmittel, die sich in der Praxis wirklich bewährt haben – verständlich erklärt und mit typischen Einsatzsituationen.
1) Duschstuhl & Duschhocker
Wofür? Mehr Sicherheit beim Duschen, weniger Sturzrisiko.
Hilft besonders, wenn… Stehen unsicher ist oder schnell Schwindel auftritt.
Tipp: Rutschfeste Füße + passende Sitzhöhe sind wichtiger als „schickes Design“.
2) Haltegriffe fürs Bad und WC
Wofür? Stabilität beim Aufstehen, Hinsetzen und in der Dusche.
Hilft besonders, wenn… der Transfer (z. B. WC/ Dusche) schwerfällt.
Tipp: Fest montierte Griffe sind meist zuverlässiger als Saugnapf-Varianten.
3) Toilettensitzerhöhung
Wofür? Erleichtert das Aufstehen, entlastet Knie und Hüfte.
Hilft besonders, wenn… Gelenke schmerzen oder die Kraft in den Beinen nachlässt.
Tipp: Achte auf sicheren Sitz und passende Höhe.
4) Bettgriff / Aufstehhilfe fürs Bett
Wofür? Sicheres Drehen und Aufstehen.
Hilft besonders, wenn… morgens Schwindel oder Unsicherheit beim Aufstehen vorkommt.
Tipp: Stabilität und korrekte Montage sind entscheidend.
5) Anti-Rutsch-Matten & Stolperfalle-Check
Wofür? Sofort mehr Sicherheit – ohne Umbau.
Hilft besonders, wenn… Teppiche rutschen oder der Boden im Bad glatt ist.
Tipp: Auch Kabel, Türschwellen und kleine Läufer sind häufige „Sturzstellen“.
6) Rollator (richtig eingestellt!)
Wofür? Mehr Mobilität und Sicherheit draußen und drinnen.
Hilft besonders, wenn… Gang unsicher ist oder Kraft/Balance schwankt.
Tipp: Griffe auf richtige Höhe einstellen – viele nutzen den Rollator zu niedrig.
7) Medikamentendosierer / Tablettenbox
Wofür? Ordnung bei Medikamenten, weniger Fehler, mehr Übersicht.
Hilft besonders, wenn… mehrere Medikamente täglich genommen werden.
Tipp: Wochendosierer mit Tageszeiten-Fächern (morgens/mittags/abends) ist oft ideal.
8) Trink-Erinnerung & geeignete Trinkflaschen
Wofür? Hilft, genügend zu trinken (gerade bei Hitze oder wenig Durstgefühl).
Hilft besonders, wenn… Trinken „vergessen“ wird.
Tipp: Flaschen mit gutem Griff und Markierung (z. B. bis 18 Uhr) motivieren.
9) Hausnotruf / Notfallknopf
Wofür? Schnelle Hilfe im Ernstfall – besonders bei Alleinlebenden.
Hilft besonders, wenn… Sturzrisiko besteht oder Unsicherheit groß ist.
Tipp: Einfache Bedienung ist wichtiger als viele Extras.
10) Pflegebett / Lagerungshilfen (Kissen, Keile)
Wofür? Entlastet Rücken, erleichtert Transfers und Lagerung.
Hilft besonders, wenn… Mobilität deutlich eingeschränkt ist oder längeres Liegen nötig wird.
Tipp: Oft lohnt sich eine Beratung, welche Lösung wirklich passt.
Welche Hilfsmittel sind die “richtigen“?
Nicht jedes Hilfsmittel passt zu jeder Person. Entscheidend sind:
Sturzrisiko & Mobilität
Wohnsituation (Bad, Bett, Wege)
Alltag (Medikamente, Trinken, Transfers)
Was sich sicher und angenehm anfühlt
Fazit
Hilfsmittel sind keine „Schwäche“, sondern kluge Unterstützung. Sie machen den Alltag sicherer, reduzieren Stress weil sie Sicherheit vermitteln können - und schenken oft ein gutes Stück Selbstständigkeit zurück.